Am 1. April auf die Straße

Liebe Stuttgarterinnen und Stuttgarter,


Am 1. April werden die Ticketpreise des VVS erneut um 2,66% erhöht. Das wurde vom SSB-Aufsichtsrat beschlossen, in dem, unter anderem, auch unser ehemaliger „grüner“ Bürgermeister Fritz Kuhn sitzt. Durch diese Erhöhung entfernt sich Stuttgart weiter davon, den öffentlichen Nahverkehr zu einer wirklichen Alternative zum Individualverkehr zu machen. Wobei gerade eine Stadt wie Stuttgart dies so dringend nötig hätte.

Die Klimakrise, die Feinstaubwerte und die Staus lassen sich nur dann bewältigen, wenn wir von dem Konzept des motorisierten Individualverkehres abkommen und beginnen, uns darüber Gedanken zu machen, wie ökologisch sinnvolle Mobilität aussehen kann. Durch steigende Ticketpreise wird der ÖPNV auf jeden Fall nicht attraktiver, im Gegenteil. Was wir wirklich bräuchten, wäre ein kostenloser Nahverkehr und ein deutlich besser ausgebautes VVS-Netz.

Dieses Konzept hat aber mächtige Feinde – gerade hier in Stuttgart. In dem Wirtschaftssystem, in dem wir leben, dem Kapitalismus, handeln Konzerne nämlich danach, was für sie am profitabelsten ist. Im Fall der Automobilindustrie, die in Stuttgart nun mal sehr mächtig ist, steht ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr eben diesem Profit im Weg. Die Autokonzerne verdienen daran, dass Menschen, die ihr Recht auf Mobilität wahrnehmen wollen, am ehesten auf das Auto zurückgreifen. Sie sind Profiteure dieser völlig verkorksten Verkehrspolitik in Deutschland.

Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtig weiterhin aktiv zu bleiben, denn leider werden gerade während der Pandemie Entscheidungen gefällt, welche weder sozial noch ökologisch vertretbar sind. So bekommen Lufthansa, BMW und Co. Rettungspakete in Milliardenhöhe, die im Ausbau des ÖPNV sicher besser aufgehoben wären. Währenddessen müssen die Nutzer*innen des ÖPNV sich tagtäglich einem Infektionsrisiko aussetzen um zur Arbeit zu kommen… und sollen jetzt auch noch mehr dafür bezahlen.

Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist wichtiger denn je, denn neben der Corona-Krise gibt es auch die Klima-Krise und die steht nicht erst vor der Tür, nein sie ist bereits mit beiden Beinen im Haus. Außerdem zeigt uns die Pandemie jeden Tag aufs Neue, wer von diesem System profitiert und wer nicht. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre eine soziale und ökologische Verkehrspolitik, die sich an den Bedürfnissen von Menschen und Umwelt orientiert!

Deshalb: Am 1. April auf die Straße, gegen die Ticketpreiserhöhung, für einen kostenlosen Nahverkehr und für die dringend nötige Verkehrswende!

ÖPNV für Alle!
System change not climate change!

Kundgebung:
Donnerstag, 01. April
18:00 Uhr
Rotebühlplatz Stuttgart

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