Flashmob: Nein zur GAP für eine nachhaltige Landwirtschaft

Vom 24. – 26. März findet die nächste Agrarministerkonferenz (AMK) statt. Hier wird über die zukünftige Agrarpolitik entschieden. 

Eine nachhaltige Lebensmittelproduktion ist zweifellos für jede Gesellschaft unerlässlich. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union bedroht dies jedoch. Gegründet 1962, um eine gemeinsame europäische Agrarpolitik durch die Kontrolle von Subventionen und anderen Programmen zu regeln, wurde die Richtung der GAP in den letzten Jahrzehnten zunehmend von einer Handvoll großer Betreiber und Unternehmen bestimmt, die von einer nicht nachhaltigen und zerstörerischen Politik profitieren konnten. Das ist bezeichnend, weil die GAP eine Menge Geld kontrolliert – im Jahr 2017 37% des gesamten EU-Haushalts.  Die GAP-Politik auf nationaler Ebene für die Periode 2021-27 wird auf der Agrarministerkonferenz disskutiert.

Die GAP hat schwerwiegende Folgen für die Lebensgrundlagen der Landwirte, das Klima und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in Deutschland und im Ausland. Durch die Kopplung der Subventionen an die Betriebsgröße begünstigt die GAP die größten Betriebe und zwingt kleinere, nachhaltigere Betriebe zum Aufgeben. Und fördert damit die besonders klimaschädlichen Betriebe.

Die derzeitige Politik führt zu einer exportorientierten Fleischproduktion, die durch Futtermittelimporte aus Südamerika gefüttert wird und die Zerstörung von Regenwäldern und Ökosystemen im Ausland vorantreibt, wodurch das europäische Erbe der kolonialen Ausbeutung fortgesetzt wird. Darüber hinaus wird diese zerstörerische Politik stark von Unternehmen beeinflusst, die von ihr profitieren. Zum Beispiel setzt sich der Verband der Chemieindustrie für eine Politik ein, die den übermäßigen Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Chemiedüngern fördert. Dies sind die Hauptgründe für den Verlust der Artenvielfalt, Wasserverschmutzung, Bodengeneration und ist für hohe Treibhausgasemissionen verantwortlich. Damit wird eine langfristige und nachhaltige Entwicklung verhindert und somit opfert man langfristige Nachhaltigkeit für kurzfristige Gewinne.

Eine klimagerechte Gesellschaft kann ohne eine nachhaltige Landwirtschaft nicht existieren. Sie muss die Arbeit ihrer Bauern und Bäuerinnen sowie die Natur wertschätzen. Beides ist in der aktuellen Agrarpolitik nicht zu finden, vielmehr profitieren die Chemieindustrie, Lebensmittelkonzerne und Megahöfe. Dies muss ein Ende haben.  Aus diesem Grund veranstalten wir am 26.03 während der AMK Konferenz einen Flashmob. Für Klimagerechtigkeit und eine solidarische Landwirtschaft –  gegen eine weitere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen!

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