Standpunkt zu den Streiks im ÖPNV

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Heute sollten eigentlich die Beschäftigten der SSB wieder
streiken und somit wieder die U-Bahnen und Busse der SSB still stehen.
Da ver.di aufgrund der Corona-Situation entschieden hat, nur
fahrtunrelevante Bereiche zu bestreiken, fährt nun doch alles. Was  auch bleibt: die schlechten Arbeitsbedingungen im ÖPNV, teure Tickets  und die
Notwendigkeit den ÖPNV massiv auszubauen. Deshalb teilen wir  unten
unseren Standpunkt zu den SSB-Streiks dennoch mit euch: …

Schon scheiße,dass die Bahnen nicht fahren, ABER…

…stell dir vor, du hättest nur ein Wochenende im Monat frei und würdest trotzdem nur gerade so über die Runden kommen. Oder du arbeitest bis zu 11 Stunden am Tag, bei geteiltem Schichtdienst sogar bis zu 14 Stunden und das mehrmals die Woche und siehst deshalb deine Familie und Freund*innen kaum.

Außer Klatschen vom Balkon gab es bisher nichts. Nicht nur das, trotz Risiko und Stress in Pandemiezeiten gab es kein Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld wurde sogar abgesenkt.

Schuften bis zum Umfallen ist bei den SSB-Arbeiter*innen also an der Tagesordnung, auch vor und gerade während einer Pandemie.

Die Chefetage gönnt sich Jahresgehälter von bis zu 240.000 Euro und ist wie Sabine Groner-Weber, SSB-Vorstandsvorsitzende der Meinung, dass die „Forderungen nach einer 35 Stunden Woche wirtschaftlich nicht vertretbar sind“.Und Hygienevorschriften lassen sich in der Chefetage auch deutlich besser einhalten als in überfüllten Bussen und Bahnen.

Solidarität mit den Beschäftigten der SSB! Klatschen reicht nicht!

Der Klimawandel schreitet weiter voran und ohne eine umfassende Verkehrswende wird das auch weiterhin der Fall sein.

Arbeitskämpfe organisieren und unterstützen, Kapitalismus abschaffen!

Leider wäre es auch mit einer Erfüllung der Forderungen von ver.di nicht getan. Im Kapitalismus, in dem die Wirtschaft von einigen wenigen kontrolliert wird und Unternehmen wie die SSB einem Profitzwang unterstellt sind, ist der nötige Wandel nicht zu erreichen.

Der ÖPNV im ländlichen Raum wird nicht ausgebaut, da er nicht profitabel genug ist. Die Arbeitsbedingungen der SSB-Arbeiter*innen werden nicht verbessert, da das Kosten verursachen würde.

In einer demokratisch organisierten Wirtschaft, in der die Beschäftigten entscheiden wie die Betriebe organisiert sind, wo sich Entscheidungen an den Bedürfnissen von Mensch und Natur orientieren, können wir die Verkehrswende in Angriff nehmen und die Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten wirklich verbessern!

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