Die Kohleindustrie blockieren!

Ende Gelände – Kohle stoppen. Klima schützen!

Rund um den 26./27. September fahren wir mit „Ende Gelände“ ins Rheinland, um dort mit Massenaktionen die Kohleindustrie zu blockieren. Dort befindet sich das größte deutsche Braunkohlerevier. Circa ein Drittel der gesamten CO²-Emissionen Deutschlands stammen aus der dort geförderten Kohle. Dem Abbau fielen bereits 50 Dörfer zum Opfer, von anderen direkten Auswirkungen wie Luftverschmutzung oder Absenkung des Grundwasserspiegels ganz zu schweigen. Und auch die negativen Folgen des, durch CO²-Emissionen verursachten, Klimawandels sind bereits jetzt zu spüren: Dürren und Überschwemmungen, Waldsterben, der Kollaps von ganzen Ökosystemen bahnt sich an und somit der Verlust unserer Lebensgrundlage. Bis 2040 müssen 200 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandel aus ihrer Heimat fliehen. Bereits heute muss die Hälfte aller Flüchtenden ihre Heimat aufgrund der Folgen des Klimawandels verlassen. Den globalen Süden treffen die Folgen noch deutlich stärker als die Industrienationen im globalen Norden.

Es ist also bereits 5 nach 12! Doch trotz der Notwendigkeit und Machbarkeit, diese Form der Energiegewinnung sobald wie möglich abzuschaffen, werden weiterhin Kohlekraftwerke, wie Datteln IV, ans Netz genommen und der ohnehin viel zu langsame Kohleausstieg durch Politik und Wirtschaft weiter verzögert – nun offiziell bis 2038. Bereits vor Jahren hätte man mit dem Ausstieg planen, den Strukturwandel nachhaltig organisieren müssen, um dadurch die Umwelt aber auch Arbeitsplätze zu retten. Nun wird vermeintlich schlagartig eine Branche aufgelöst und die Konzerne entlassen über 20.000 Arbeiter*innen. RWE und LEAG, die unsere Umwelt nachhaltig geschädigt haben, erhalten im Zuge des Kohleausstiegsgesetzes 4,3 Milliarden Euro „Entschädigung“ vom Staat.

Es ist kein Zufall oder schlechtes Personal, dass die Dinge so laufen, wie sie laufen. Energiegewinnung zu möglichst geringen Kosten, ungeachtet der Konsequenzen, ist notwendiger Grundbaustein kapitalistischer Produktion. Wenn alles als Ware auf einem konkurrierenden Weltmarkt verkauft wird, müssen die Kosten eben so gering wie möglich sein, um Profit zu erzielen. Ebenso wie Umweltstandards sind die Arbeiter*innen auch ein Kostenfaktor. Die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie werden nur erhalten, da durch sie aktuell Profit erwirtschaftet werden kann. Deshalb wird auch nicht in den nötigen Strukturwandel investiert.

Die Politik im kapitalistischen Staat orientiert sich mit ihren Entscheidungen nie an den Interessen der Bevölkerung. Wo die Interessen liegen, zeigt sich, wenn bspw. Politiker wie Gregor Golland (CDU-Fraktionsvorsitz NRW) 120.000 Euro jährlich für einen Teilzeitjob bei RWE kassieren und dann den Hambacher Forst räumen lassen. Wir verlassen uns deshalb nicht auf Forderungen und Appelle an diesen Staat. Darum fahren wir ins Rheinland, um dort die Kohleindustrie massenhaft zu blockieren. Kommt mit und lasst uns den bitter nötigen Ausstieg aus der Kohle selbst in die Hand nehmen! Gestalten wir gemeinsam eine Gesellschaft, in der nach den Interessen der Umwelt und der Arbeiter*innen planmäßig gewirtschaftet wird.

Tickets zur Busfahrt bekommt ihr hier:
Linkes Zentrum Lilo Herrmann (Böblingerstr. 105, 70199 Stuttgart)
Raupe Immersatt (Johannesstr. 97, 70176 Stuttgart)
DemoZ (Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg)

Weitere Infos auf Insta: klimatreffen_st

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