Proteste gegen den „Auto-Gipfel“ der Automobil-Lobby

Am Freitag, den 25. Oktober fanden Proteste gegen den „Auto-Gipfel“ statt, der dieses Jahr im Stuttgarter Porschemuseum stattfand. Für 2.600 € Eintritt konnten dort die TeilnehmerInnen verschiedenen Vorträge der Top-EntwicklerInnen und Vorstände von Daimler, Porsche, VW, BMW und BP lauschen. Kurz gesagt: Ein Treffen der Reichen und Mächtigen der Autoindustrie, der Kapitalisten und Profiteuren der Klimazerstörung mit potenziellen neuen GeschäftspartnerInnen…

Anstatt der wöchentlichen „Fridays for Future“ Demo in der Innenstadt riefen verschiedene Organisationen aus dem linksliberalen und verkehrspolitischen Spektrum zu einer gemeinsamen Demo auf.

Als Teil des zum Klimastreik am 20. September organisierten Blockadebündnisses Kesselbambule unterstützen auch wir die Demo. Ein Blockadeaufruf mit Aktionskonsens sollte die Proteste gegen das Treffen der Auto-Lobby erweitern und ihnen eine konkrete Handlungsperspektive aufzeigen. Zudem schrieben wir ein Flugblatt für PassantInnen, VerkehrsteilnehmerInnen und Porsche-ArbeiterInnen, in dem wir erklärten, dass sich unser Protest gegen die Bosse und nicht sie richtet.

Am Tag selbst zogen wir am Rand der Abschlusskundgebung mit einer Gruppe vor die Tiefgaragenausfahrt. Mit der Aktion sollte symbolisch deutlich gemacht werden, dass wir nichts von dem „Auto-Gipfel“ halten und das Treffen der Bonzen und Klima-Killer zumindest ein wenig vermiesen wollen.

Die Ausgänge für FußgängerInnen waren mit Hamburger Gittern abgezäunt und von einem privaten Security-Dienst bewacht, so dass dort der Aktionsspielraum für die überschaubare Zahl an Protestierenden nicht gegeben war. Stattdessen konzentrierten wir uns daher auf die Ein- und Ausfahrt, die so tatsächlich mehrere Stunden lang blockiert werden konnte.

Letztlich konnten wir einige interessante Gespräche führen, antikapitalistische Positionen vertreten und gemeinsame Aktionserfahrungen machen. Leider ist es nicht gelungen, den ArbeiterInnen von Porsche unsere Positionen und unsere Solidarität verständlich zu vermitteln, was wir selbstkritisch reflektieren und uns bei kommenden Aktionen stärker auf diesen Aspekt fokussieren wollen.

Es wird jetzt unsere Aufgabe sein innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung weiter Diskussionen zu führen, Aktionsformen weiterentwickeln und Profiteure der Umwelt- und Klimazerstörung aufzeigen.

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